Ortsteil Nordlohne der Gemeinde Wietmarschen

 
Bei der Gründung des Klosters Wietmarschen 1152 wurde Lohne erstmals urkundlich erwähnt. Zu Lohne zählten 4 Bauernschaften Südlohne, Mittellohne, Nordlohne und Lohne auf dem Oerde. Vermutlich zwischen 1291 und 1313 gliederten sich Schepsdorf sowie Lohne mit den Ortsteilen Nordlohne, Rheitlage und Herzford aus dem Pfarrverband Emsbüren aus und bildeten eine eigene Pfarrgemeinde. So entstand gleichzeitig mit der dortigen Pfarrkirche auch die neue Markengemeinde Schepsdorf-Lohne. Während erst im Jahr 1915 in Lohne eine eigene Pfarrei entstand, verblieb Nordlohne bis auf den heutigen Tag bei der Pfarrgemeinde Schepsdorf.
 
 
 

 
Nordlohne gehörte zunächst zur Schulgemeinde des Kirchspiels Schepsdorf Lohne. Der Weihbischof und Domkapitular Drost zu Vischering erteilte 1819 in Münster die Erlaubnis, in Nordlohne eine Schule zu bauen. Der Schulunterricht wurde 1820 aufgenommen. Sieben Jahre später durften auch Schüler aus Wachendorf und Mühlengraben die Schule in Nordlohne besuchen. 1876 wurde das erste Schulgebäude abgerissen und durch ein neues ersetzt. Der Schulunterricht in Nordlohne wurde 1965 eingestellt.

 

Glockenturm

 

Die ehemalige Schulglocke soll im Jahre 1852 von einem Nordlohner Bürger namens Johann Hermann Lüttel gestiftet worden sein, der dann nach Amerika ausgewandert sein soll. Sie habe so lange ihren Platz im Schulgebäude gehabt, bis dieses Anfang der 70er Jahre nach einem Sturm abgerissen werden musste. Auf Initiative einiger Nordlohner Bürger wurde die beschädigte Glocke im Jahre 1978 neu gegossen und hat dann im Jahre 1983 ihren neuen Platz in einem Glockenturm an der Nordstraße erhalten.

 

Die Verwaltungs- und Gebietsreform vom 1.3.1974 führte zur Auflösung und Trennung der bis dahin selbständigen Gemeinde Schepsdorf-Lohne im Landkreis Lingen, zu der auch Nordlohne gehörte. Schepsdorf wurde als Ortsteil der Stadt Lingen und damit dem Landkreis Emsland eingegliedert; aus Lohne und Wietmarschen mit weiteren kleineren Ortsteilen wurde die Gemeinde Wietmarschen gebildet. Nordlohne ist seitdem ein Ortsteil der Gemeinde Wietmarschen. Obwohl Nordlohne zur Gemeinde Wietmarschen und damit zum Landkreis Grafschaft Bentheim gehört, ist immer noch enger Bezug zur Stadt Lingen (Ems) vorhanden, nicht nur aufgrund der Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde St. Alexander Schepsdorf.

 

Im Jahre 1832 lebten in Nordlohne 183 Menschen. Die Einwohnerzahl veränderte sich über Jahrzehnte nur geringfügig, bis in den sechziger Jahren die Siedlung "Kampstraße" errichtet wurde, was zu einem erheblichen Bevölkerungsanstieg führte, der sich in den letzten Jahren durch eine Erweiterung dieser Siedlung um die Straße "Am Wildwechsel" fortsetzte. Gegenwärtig leben knapp 300 Personen in Nordlohne.

 

 

Nordlohne ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf mit einigen großen Höfen und verschiedenen Kleinbauernstellen. Das Dorfbild wird durch zahlreiche alte Stieleichen, alte Fachwerkbauten und vielfach noch vorhandene niederdeutsche Hallenhäuser geprägt. An dieses historisch gewachsene "Dorf" schließt sich im Osten ein Wohngebiet "Siedlung" an. Zwischen dem "Dorf" und der "Siedlung" ist in den letzten Jahren ein neues Ortszentrum entstanden. Hier, praktisch im Mittelpunkt Nordlohnes, befindet sich das Dorfgemeinschaftshaus. Die Verlegung des Sportplatzes an das Dorfgemeinschaftshaus (1998) und der Wiederaufbau eines alten Schafstalles zu einem Mehrzweckgebäude zur Nutzung als Umkleidekabine mit Duschraum sowie Schießstand wurden ebenso wie eine Vielzahl weiterer Maßnahmen zu einem großen Anteil durch Mithilfe fast aller Nordlohner bewerkstelligt.


 
 
 

Wandern in Nordlohne

 
Holzbrücke Nordlohne


Nordlohne liegt idyllisch im Gebiet zwischen dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Die Nähe der Ems und große Waldgebiete rings um Nordlohne bieten ein hervorragendes Ambiente für Wandern und Radwandern.

 

Die Dorferneuerung hat in Nordlohne viel bewegt. Ein Zentrum mit vielen öffentlichen Einrichtungen (Dorfgemeinschaftshaus, Jugendräume, Sportplatz mit Umkleidekabinen, Schießstand) teils in historischen Gebäuden mit angrenzendem Park ist Ausgangspunkt für ein Netzwerk an Wanderwegen.

 

 

Wanderkarte

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Ortsteile
 
 
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