Im Herbst 1997 wurde das alte "Packhaus" nach zweijähriger Restaurierung fertiggestellt. Es dient dem Heimatverein Wietmarschen e.V. als Dauerausstellung von Brauchtum, altem Handwerk, wichtigen Dokumenten und archäologischen Funden. Weiterhin wird das Packhaus von der Gemeinde Wietmarschen für standesamtliche Trauungen und Rats- und Ausschusssitzungen genutzt. Darüber hinaus finden dort Volkshochschulkurse statt. Den Wietmarscher Vereinen steht das Packhaus für Veranstaltungen ebenfalls offen.
Mit der Restaurierung konnte ein wichtiges "Stück Heimat" der Nachwelt erhalten bleiben. Es handelt sich um eines der ältesten Gebäude in Wietmarschen, das die vergangenen Jahrhunderte nahezu unverändert überstand. Es wurde zwischen 1740 und 1750 erbaut und diente mehrere Jahrzehnte den örtlichen und regionalen Fuhrunternehmen als "Zwischenlager" für Waren, die von der Küste oder aus dem Osnabrücker Raum in die Grafschaft oder weiter in die Niederlande befördert werden mussten. Später wurde es von der benachbarten Kornbrennerei Lagemann als "Mälzerei" benutzt. Mit dem Ende der Brennerei Ende der 30er Jahre dieses Jahrhunderts gab es auch für das "Packhaus" keinen Verwendungszweck mehr und war somit dem Verfall preisgegeben. 1992 wurde das Gebäude schließlich von der Gemeinde Wietmarschen erworben und später dann restauriert.
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