"Steine des Anstoßes"
sollen sie sein, die Skulpturen am Glaubensweg von Lohne nach Wietmarschen. Sie beziehen sich inhaltlich auf die Seligpreisungen des Matthäus-Evangeliums in Verbindung mit aktuellen und regionalen Themen. An der Schwelle zum dritten Jahrtausend hat der Osnabrücker Künstler und Bildhauer Dominikus Witte Probleme und Ereignisse thematisiert, die den Betrachter berühren, erinnern, fordern und provozieren wollen.
Monumentale Steinblöcke stehen wie Zeichen am Wege. Sparsame bildhauerische Bearbeitungen setzten Assoziationen in Gang, die im Dialog mit ergänzenden Bronzeelementen gewissermaßen erzählerisch konkretisiert werden. Das so entstehende Spannungsfeld greift die Kluft zwischen den Verheißungen der Seligpreisungen und den Realitäten des Lebens auf in eine Bildsprache, die unserer Epoche entspricht und so zum verinnernden Nachdenken über die Zustände in der Welt anregt mit nachvollziehbaren Anstößen zum Handeln.
Die Seligpreisungen sind ein Lebensprogramm, in dem der Anspruch der Menschheit überzeugend zum Ausdruck kommt: die Sehnsucht nach Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, die Überwindung von Trauer, Angst, Armut, Hunger und Arbeitslosigkeit.

Die aus Bentheimer Sandstein gestalteten Monumente fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild ein. Sie sind ein stiller, aber immer sichtbarer Appell an das Gute im Menschen. Der "Wietmarscher Glaubensweg der Seligpreisungen" ist der erste Wallfahrtsweg in unserem Bistum und weit darüber hinaus in dieser Gestaltung. Die einzelnen Monumente wollen den Betrachter mit sich selbst konfrontieren, dass er betend innehält und die Botschaft der Seligpreisungen in seine eigene Lebenswirklichkeit überträgt.
Der Glaubensweg beginnt am Heimathaus in Lohne. Ein dort aufgestellter Findling ist ein Sinnbild für den Berg der Seligpreisungen. Von dort führt der Weg über den Alten Diek und endet bei der Wallfahrtskirche Wietmarschen.
Kath. Pfarramt St. Johannes
Matthias-Rosemann-Str. 2
49835 Wietmarschen
Tel.: (05925) 226
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