Unsere Ziele sind...
... eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Kinder wohl, sicher
und angenommen fühlen.
- d.h.: Jedes Kind steht mit seinen
Bedürfnissen und Fähigkeiten im Mittelpunkt unserer pädagogischen
Arbeit
- Wichtig ist uns, den Kindern einen Rahmen zu schaffen, der ihnen geduldig
Zeit und Raum für eigene Tätigkeit gewährt.
- Kinder brauchen Raum, also einen Platz, an dem sich Persönliches entfalten
kann. Sie brauchen Verlässlichkeit, damit Zutrauen zur sozialen Welt wachsen
kann.
... eine persönliche Beziehung zu jedem Kind aufzubauen,
- denn Kinder benötigen Nähe und Sicherheit und geniessen eine vertraute Gemeinschaft. So finden Kinder Mut, ihre Gefühle zu äussern.
... die Kinder bei ihrer Entwicklung zu einer eigenständigen Persönlichkeit
zu unterstützen.
- wir legen in unserer Einrichtung grossen Wert darauf, Kinder in ihrer Entwicklung zur Selbständigkeit zu unterstützen. Nach unserem Verständnis bezieht sich der Begriff Selbständigkeit jedoch nicht nur auf praktische Tätigkeiten wie z. B. das Umziehen beim Sport, sondern beinhaltet auch die Selbständigkeit des Denkens und das Entwickeln und Umsetzen eigener Ideen.
"Jeder gesunde Mensch kann,
will und muss sein Leben selbst führen. Man kann sich gegenseitig Unterstützung
und Ermutigung geben, aber Probleme abnehmen kann einer dem anderen nicht."
(Künkel/Watermann)
... dass die Kinder lernen, sich in ihrer Gruppe sozial zu bewegen.
- das heisst: ein Spiel anzuregen,
gemeinsam durchzuführen, zu dirigieren und sich einzuordnen.
- Sie lernen, sich durchzusetzen, ebenso wie verzichten, zu helfen und Rücksicht
zu nehmen. Sie üben Mitgefühl und Toleranz.
- das heisst: Im Spiel miteinander erfahren die Kinder, dass jeder unterschiedliche
Fähigkeiten hat. Sie sollen sich mit ihren Fähigkeiten unterstützen
und selbstbewusst genug sein, andere um Rat oder Hilfe zu bitten.
...den Kindern Mut zu machen, immer neue Fähigkeiten zu entdecken und vorhandene weiter zu entwickeln.
- das heisst: ohne in einen Wettstreit mit Familie und Schule zu treten, muss der Kindergarten auch Wissen vermitteln; nämlich ein Wissen darüber, welches Verhalten in den verschiedenen Situationen des alltäglichen Lebens voneinander erwartet wird und wie überhaupt menschliches Zusammenleben "funktioniert". In Situationen gemeinsamen Spiels, der Zusammenarbeit und der Bewältigung kleiner und grösserer Alltagsaufgaben werden Lösungen erfunden und verbessert.
... dass die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben und ihre motorischen Fähigkeiten erweitern können.
- das heisst: Kinder brauchen Bewegung: sie begreifen ihre Umwelt indem sie etwas anfassen, indem sie klettern, springen, schaukeln, indem sie riechen und schmecken.
Alles, was uns in der Zielsetzung unserer Arbeit am Herzen liegt, uns im Zusammenleben mit den Kindern bewegt und immer neu motiviert, ist im folgenden Zitat von Dr. Almuth Künkel und Rita Watermann aufs Treffendste zusammengefasst:
" für sich selbst zuständig
sein, beharrlich seine Ziele verfolgen, Neues als Herausforderung ansehen und
Freunde haben, die sich freuen, wenn man morgens zu Tür herein kommt, das
fördert Selbstvertrauen und innere Sicherheit.
Wir können gar nicht eindringlich genug auf den Wert dieser Art von Kindergarten-
Erziehung hinweisen, die so ungleich viel wichtiger für das Leben der Kinder
ist, als das geprickelte Bild, das gebastelte Osterkörbchen, das im Chor
geschmetterte Lied: Kindergartenzeit kann für jedes einzelne Kind die Phase
sein, in der es Selbstsicherheit, Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten,
Freundschaft und Wärme erfährt, wovon es ein Leben lang zehren kann."
(Künkel/Watermann)