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Ansprache des Bürgermeisters Alfons Eling anlässlich des Neujahrsempfanges vom 15. Januar 2006

(Meldung vom 17.01.2006)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Wietmarschen, sehr verehrte Gäste! Im Namen der Rates und der Verwaltung der Gemeinde Wietmarschen möchte ich Ihnen von ganzem Herzen ein frohes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2006 wünschen. Möge Ihnen das neue Jahr Gesundheit, und viel Freude bringen. Ich danke Ihnen, dass Sie der Einladung der Gemeinde Wietmarschen gefolgt sind und freue mich, dass sich heute im Schulzentrum so viele Bürgerinnen und Bürger und Gäste eingefunden haben.


 

In den vergangenen Jahren haben wir diese Veranstaltung wechselnd in Lohne und Wietmarschen, dort unter etwas beengten räumlichen Verhältnissen im Äbtissinnenhaus, durchgeführt. Heute sind wir erneut im Schulzentrum, um dann Anfang 2007 in der neu zu bauenden Aula bei ausreichend Platz diese Veranstaltung wieder in Wietmarschen veranstalten zu können. 

 

Ich bitte um Ihre Nachsicht, dass ich auch heute unsere Gäste  bis auf wenige Ausnahmen nicht namentlich begrüße - Sie alle, meine Damen und Herren, sind uns herzlich willkommen.

Besonders herzlich darf  ich in diesem Jahr die Familie Hermanski begrüßen, eine musikalisch sehr engagierte Familie und dabei auch sehr erfolgreich bei Wettbewerben. Dazu später mehr. Julia Hermanski hat uns soeben mit Variationen der Sonate D-Dur aus dem Köchelverzeichnis 284 von Wolfgang Amadeus Mozart erfreut und uns damit sehr gut auf die heutige Veranstaltung eingestimmt.  Herzlichen Dank. Später werden wir dann noch ihren Bruder Marc-Christopher hören. 

Besonders begrüßen darf ich in diesem Jahr unseren Bundestagsabgeordneten und frisch ernannten Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Herrn Dr. Hermann Kues. Lieber Hermann, auch wir in der Gemeinde Wietmarschen beglückwünschen Dich recht herzlich zu dieser Ernennung und wünschen Dir in diesem neuen Amt eine erfolgreiche Arbeit insbesondere  für die Familienpolitik in unserem Land und auch für unsere Region und Gottes reichlichen Segen.

Herzlich willkommen heißen darf ich auch in diesem Jahr unseren Landrat Friedrich Kethorn. Weiterhin ein herzliches willkommen unseren Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Dieter Steinecke.
     
Entschuldigt hat sich in diesem Jahr unserer Pfarrer Alfons Heermann, der sich infolge seines letztjährigen Unfalls noch einer kleinen Nachoperation unterziehen muss. Wir dürfen ihm gute Besserung wünschen.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, zunächst  möchte ich; auch in diesem Jahr  einen kurzen Rückblick auf die Geschehnisse  im vergangenen Jahr halten und dann werde ich über die Pläne der Gemeinde  im neuen Jahr informieren. Wir werden dabei heute begleitend auch einige Pläne, Grafiken und Bilder zeigen, um Ihnen die Projekte optisch noch besser näher bringen zu können.

 

Im Jahre 2005 ist die Bevölkerung der Gemeinde Wietmarschen nicht mehr so stark wie in den Vorjahren gewachsen. Mit einem Zuwachs von 119 Einwohner haben wir am Ende des letzten Jahres die Gesamtzahl von 11.311 Einwohnern erreicht.

Bevölkerungsentwicklung

Insgesamt ist die Einwohnerzahl unserer Gemeinde seit ihrem Zusammenschluss im Jahre 1974, als in gut 30 Jahren um 62 % gewachsen – ein Zuwachs, wie ihn sicher nur wenige Gemeinden weit und breit verzeichnen können.

 


 

In der Gemeinde Wietmarschen hat im Jahre 2005 der Verkauf von Wohngrundstücken nochmals  deutlich zugenommen. Die Entscheidung der Bundesregierung zur Abschaffung der Eigenheimzulage bewirkte zum Jahresende  einen kräftigen Nachfrageschub - 71 Bauplätze  konnten an Interessenten vergeben werden, davon 45  im Ortsteil Lohne,19  im Ortsteil Wietmarschen, 5 im Ortsteil Füchtenfeld und 2 in Nordlohne.

 

Die einzige Tank- und Rastanlage an der A 31 zwischen Ruhrgebiet und Nordsee ist auf unserem Gemeindegebiet in Betrieb genommen worden. Rund 50 neue Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit welche teilweise auch nur in der Sommersaison besetzt werden, sind sicherlich für uns auch ein interessanter Wirtschaftsfaktor.

Der Bau der A 31 wurde  vom Landkreis und der Gemeinde durch eine ganze Reihe begleitender überörtliche Straßenbaumaßnahmen ergänzt.

Mit der Verbreiterung der Fahrbahn und dem Bau eines Radweges  für die verbliebenen Restabschnitte an der K 33 zwischen dem Westring und Schwartenpohl  wurden wichtige  verbliebene Lücken im Straßennetz geschlossen.
            
Mit der Inbetriebnahme der Anschlussstelle Lohne an die A 31 im November 2003 erhöhte sich schlagartig die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken. Auch im abgelaufenen Jahr konnten mehrere Betriebe Einweihung feiern und weitere Ansiedlungsverträge unter Dach und Fach gebracht werden. Insbesondere der Raum westlich der Autobahn, beidseitig zur B 213 ist sehr attraktiv für neue Betriebe.

 

Die Anzahl der im Lohner Gewerbegebiet angesiedelten Betriebe erhöhte sich inzwischen  auf 42 mit künftig schon fast 600 Arbeitsplätzen -  und die z.Zt. laufenden Verhandlungen mit weiteren Betrieben sind erfolgversprechend. Auch im Ortsteil Wietmarschen  konnte eine erste Betriebsansiedlung  im neuen Gewerbegebiet „Quaing“ unterzeichnet werden. Die Gemeinde verfügt weiterhin über umfangreiche Gewerbeflächen in attraktiver Verkehrslage sowohl im Ortsteil Lohne als auch im Ortsteil Wietmarschen zu günstigen Konditionen. Als großen Erfolg konnte die erstmalig im neuen Gewerbegebiet in Lohne von der IHHG und der Gemeinde organisierte Gewerbeschau am 11. September  gefeiert werden. Beobachter haben an diesem Sonntag rund 15.000 Besucher festgestellt.

 

Investitionen für unsere Kinder und unsere Jugend sind ein Dauerthema für unsere Gemeinde. 2005 haben wir an der Grund- und Hauptschule Wietmarschen 140.000 € für die Sanierung und Neuausstattung eines Physik- und Chemieraumes bereitgestellt.

 

An  der Grundschule Lohne haben wir einen neuen Standort für Fahrradständer und einen neuen Parkplatz geschaffen.

 

Immer mehr Kinder und Jugendliche melden sich in den Sportvereinen der Gemeinde an. Für den Trainings- und Spielbetrieb werden daher auch immer mehr Übungsstätten und Sportplätze benötigt. Die Gemeinde ist dem Wunsch des SV Wietmarschen nachgekommen und hat im Sportzentrum Wietmarschen 3 neue Jugendfußballspielfelder verwirklicht. Die Kosten betrugen dank der Eigenleistungen des SV Wietmarschen lediglich 32.000 Euro.

 

Am 7.Oktober 2005 konnte der Ortsfeuerwehr Wietmarschen ein neues Tanklöschfahrzeug 16/24 übergeben werden. An den Gesamtkosten von ca. 150.000 Euro beteiligte sich der Landkreis mit 44.500 Euro.

 

 

Auch in der Gemeinde Wietmarschen haben wir die ersten Erfahrungen zu Hartz IV gesammelt. Im Rahmen der Optionswahrnehmung haben Landkreis und Gemeinden diese Aufgaben gemeinsam übernommen, wobei der Landkreis hierbei den aktiven Teil, also die Vermittlung von Arbeitsplätzen für die arbeitslosen Bürger übernommen hat. Die Gemeinde ist für den passiven Teil, worunter man die Bearbeitung der zu gewährenden Geldleistungen versteht, vor Ort, also bürgernah zuständig.

Nach dem ersten Jahr Hartz IV können wir festzustellen, dass sich die Aufgabenaufteilung zwischen Landkreis und den Gemeinden bewährt hat. Die Anzahl der Leistungsempfänger hat sich jedoch gegenüber der ursprünglichen Schätzung deutlich um etwa 30 % erhöht. Ich hoffe, dass es dem Landkreis mit den Fallmanagern gelingen wird, vielen arbeitsfähigen  Hilfeempfängern neue dauerhafte Jobs zu vermitteln. Die bisherigen Ansätze sind erfolgversprechend – die Nachhaltigkeit dieser Bemühungen muss sich jedoch noch bewähren.

 

 

Neue Wege in der Energieversorgung hat die Gemeinde mit der Übertragung des Stromnetzes in Wietmarschen und Füchtenfeld auf die NVB Nordhorn beschritten. Es ist nicht ganz einfach, den Energieriesen die Stirn zu zeigen. So etwas geht nur, wenn man Mut und einen verlässlichen Partner hat, den wir nach meiner Überzeugung mit den NVB und seinem Geschäftsführer Dr. Angrick gefunden haben. Profitieren werden auf alle Fälle unsere Bürger als Stromkunden – dies konnten die Wietmarscher und Füchtenfelder bereits diese Woche mit einem zusätzlichen Bonus beim Stromentgelt erfahren.

Vielleicht ist dieser neue Weg in der Stromversorgung auch für andere Kommunen in der Grafschaft und unserer ganzen Region richtungsweisend ?

 

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, dies war nur eine kurze Revue über das Geschehen im vergangenen Jahr, keineswegs vollständig sondern nur ein grober Überblick.

Ich komme nun zu den Perspektiven der Gemeinde für das vor uns liegende Jahr. Beim Neujahrsempfang des letzten Jahres habe ich  unser Zukunftskonzept vorgestellt mit insgesamt 8 Maßnahmen für ein Investitionsvollumen von 6,5 Millionen €, die ausgewogen auf alle Ortsteile verteilt werden sollten.

Wir haben in den letzten Jahren sparsam gewirtschaftet und dadurch auch Reserven geschaffen, die in der allgemeinen Rücklage angesammelt wurden.

Damit haben wir auch wieder Freiräume für weitere Investitionen entwickelt. Ende diesen Jahres werden wir von diesen 8 Maßnahmen bereits 6 Maßnahmen verwirklicht haben, nämlich: 

  • Bau der Schulaula in Wietmarschen

  • Ausbau des Sportgeländes in Wietmarschen

  • Sanierung Kanäle und Straßen in Füchtenfeld

  • einen Teil der Dorferneuerung Schwartenpohl

  • Ausbau der Freizeitanlage Wietmarschen an der A 31

  • und voraussichtlich auch die Anmietung beziehungsweise den Bau von Rathausräumlichkeiten

Lediglich 2 Maßnahmen werden sich noch etwas hinziehen, nämlich der Bau eines Kreisverkehrs an der L 45 zur Anbindung des neuen Baugebietes Brookweg-Süd, wo wir mit der Vermarktung der Bauplätze noch nicht so weit vorangekommen sind und mit dem Bau der Mehrzweckhalle, weil die Planung dort noch nicht endgültig steht und die Mitfinanzierung durch den Landkreis noch zu regeln ist. Beide Maßnahmen sind aber ebenfalls auf einem sehr guten Weg. Bei der Mehrzweckhalle sollten wir uns aber nicht von Utopien leiten lassen sondern auf das für 3 Mill. Euro Machbare beschränken.

 

Abgeschlossen werden konnte die Planung für die neue Aula in Wietmarschen an der Schule „Sünte-Marien“. Der Bauantrag ist gestellt , die Mitfinanzierung des Projektes für rund 900.000 € durch den Landkreis gesichert und im März 2006 kann wohl mit dem Baubeginn gerechnet werden. Wir hoffen zum Ende der Sommerferien 2006 diese neue Aula einweihen zu können.

 

 

Das Mehrjahresbauprogramm an der Grundschule Lohne wird in diesem Jahr fortgeführt mit der Hauptmaßnahme, nämlich der Umgestaltung des vorderen Schulhofes und der Ausstattung mit neuen kindgerechten Spielgeräten.

 

Ein herzliches Dankeschön der Schulleitung, dem Kollegium und dem Elternrat für das große Engagement und die vielen Aktionen, um einen Großteil der Spielgeräte mitfinanzieren zu können.

Gleichzeitig werden wir die Umgestaltung der Haupstraße im Ortskern Lohne vom Aldimarkt bis zum Friedensweg in diesem Frühjahr beginnen, nachdem das Amt für Landentwicklung grünes Licht dafür gegeben hat. Insgesamt 1 Million Euro werden für die Hauptstraße und den Schulhof der Grundschule Lohne investiert.

 

Bereits seit einem Jahr laufen die Planungen für einen neuen großen Verbrauchermarkt an der Hauptstraße bzw. am Schützenplatz in Lohne. Die Verhandlungen für die Ansiedlung dieses neuen Verbrauchermarktes gestalten sich ein wenig schwierig. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass es diesbezüglich in den nächsten Wochen oder auch erst in einigen Monaten zu einer Lösung kommen wird. In diesen Neubau integriert  werden soll auch ein neues Rathaus mit einem Eingangsbereich zur Hauptstraße.

Wir haben keine Eile mit dieser Planung und Realisierung. Aus einer guten Verhandlungsposition heraus werden wir das beste für die Gestaltung unserer  Ortsmitte in Lohne erreichen. Mit dem Bau des Großprojektes wird nach meiner Einschätzung in diesem Jahr begonnen, so dass die Gemeindeverwaltung im  Jahre 2007 ihr neues Domizil beziehen könnte.

 

Für die Autobahnpolizei hat die Gemeinde direkt an der Autobahnanschlussstelle in Lohne ein  Grundstück kostenlos an das Land Niedersachsen übertragen – sicherlich etwas ungewöhnlich, aber die Chance für 50 weitere Arbeitsplätze war uns dies wert. Der Investorenwettbewerb über den Bau und die Vermietung dieses Projektes an das Land ist inzwischen abgeschlossen und befindet sich in der Auswertung. Noch in diesem Monat soll hierüber abschließend entschieden werden. Die Gemeinde rechnet mit einer positiven Entscheidung, so dass dann bei einem zügigen Bau Ende 2006 dort Einzug gehalten werden kann.

 

 

Großen Zuspruch fand der erstmalig im Juni 2005 für den Badebetrieb freigegebene Freizeitsee an der Autobahn in Lohne. An heißen Sommertagen tummelten sich bis zu 1.000 Besucher am Badestrand.

Aber auch außerhalb der Badesaison nutzen viele Bürger das  Freizeitseegelände zum Wandern, Joggen und dergleichen. Der gute Besuch hat die Gemeinde bewogen, über die von Ihr gegründete Freizeitsee GmbH rund 500.000 Euro bis zur nächsten Badesaison in die Infrastruktur zu investieren.

 

 

Der bereits 2004 begonnene und 2005 fortgesetzte Ausbau des Wirtschaftswegenetzes im Flurbereinigungsgebiet wird in diesem Jahr zu Ende geführt. Insgesamt hat die Flurbereinigung für die neue Autobahn dann 24.000 lfdm. Wirtschaftswege verbreitert bzw. mit einer neuen Decke versehen. Investiert wurden dafür knapp 3 Mill. Euro, wovon 80% aus Flurbereinigungsmitteln und 20% von der Gemeinde aufgebracht wurden.

 

 

In der Dorferneuerung für Schwartenpohl  wurden 2005 die ersten Baumaßnahmen ausgeführt. Die Straße „Altschwartenpohl“ wurde in einer Länge von 1.100 m mit einem Pflaster verbreitert und erhielt gleichzeitig eine neue Fahrbahndecke.  Desweiteren wurden 3 neue Buswartehallen in ansprechender Fachwerk-bauweise erstellt.

In diesem Jahr sollen die Straße „In der Bauerschaft“ und von dem „Dorfweg“ der Teilbereich entlang der Siedlung  in gleicher Art ausgebaut werden, falls es mit den Zuschüssen klappen sollte.

 

In der Abwasserbeseitigung sind wir seit etwa 10 Jahren neue Wege gegangen. Wir haben sie aus dem Haushalt der Gemeinde gelöst und einen Eigenbetrieb gegründet. Wir haben inzwischen beide eigenen Kläranlagen aufgegeben und leiten das gesamte Abwasser zur Kläranlage in Lingen. Wir haben nicht nur die damit verbundenen hohen Investitionen gut verkraftet, sondern sind auch in der Lage weiter kräftig zu investieren.

 

Der Eigenbetrieb hat im Wirtschaftsjahr 2005 die erste Hälfte des Sanierungsprogramms für Füchtenfeld ausgeführt und wird diese Aufgabe 2006 abschließen.

Neben einem neuen Abwasserkanal werden gleichzeitig neue Straßen mit zusätzlichen verkehrsberuhigenden Elementen und einer Begrünung erstellt. Insgesamt 1 Mill. Euro werden in Füchtenfeld investiert.

 

 

Im Außenbereich haben viele Bürger das Problem, dass ihre alten Dreikammergruben oft nicht mehr dem Stand der Technik und den verschärften Umweltbestimmungen entsprechen. Recht großzügig verhält sich die Gemeinde in diesen Fällen bei gewünschten Anschlüssen an das öffentliche Abwassernetz. Dort, wo die Anschlusskosten  einen Betrag von 10.000 Euro je Haus nicht überschreiten, stellt die Gemeinde diesen Hausanschluß über ein Druckentwässerungssystem in einem Mehrjahresprogramm her. Der Kanalbaubeitrag beträgt einheitlich in diesen Fällen im Außenbereich 2.860 Euro.

Die wichtigste Nachricht für den Bürger ! – Trotz  dieser umfangreichen Investitionen bleiben die Abwassergebühren weiterhin konstant und sind inzwischen mit 2,02 Euro/cbm die niedrigsten in der gesamten Grafschaft  Bentheim.

 

 

Im Frühsommer 2005 hat die Veröffentlichung der Pläne für eine Umsiedlung des Kompostierungswerkes Bollmer von der Hermannstraße in der Ortslage Wietmarschen an die Siedlerstraße nördlich von Schwartenpohl  für einige Unruhe bei den betroffenen Bürgern gesorgt. Die Gemeinde hat gemeinsam mit dem Betreiber in einer öffentlichen Bürgerversammlung die Pläne offengelegt und für die nötige Transparenz gesorgt. Wir haben dabei auch deutlich gemacht, dass diese Umsiedlung aus der Gesamtbetrachtung doch Sinn macht, weil viele Bürger von Emissionen  entlastet, andere hingegen, aus unserer Sicht objektiv betrachtet, kaum belastet werden. Inzwischen haben die Gutachter die Zulässigkeit der geplanten Anlage in jeder Hinsicht bestätigt.

 

Bis Anfang Januar 2006 hatten die Bürger und die beteiligten Behörden als Träger der öffentlichen Belange nun Gelegenheit, Einwendungen gegen die  Planungen und Anregungen vorzutragen. Der Wietmarscher Gemeinderat wird Ende Januar 2006 abschließend über die Änderung des Flächennutzungsplanes und den aufgestellten Bebauungsplan entscheiden. Zeitgleich läuft das Einzelgenehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ebenfalls als öffentliches Verfahren. Bei einer Genehmigung des Vorhabens, wovon ich nach den derzeitigen Erkenntnissen ausgehe, kann im Sommer 2006 mit dem Baubeginn für das  neue Kompostierungswerk gerechnet werden.

 

 

Auch in unserer Gemeinde  gibt es steigenden Bedarf für  Betreutes Wohnen.  Fertiggestellt hat das Stephanswerk Osnabrück 11 Wohnungen im Ortskern Lohne,  die inzwischen für „betreutes Wohnen“ vermietet sind.

Vor wenigen Wochen konnte die Gemeinde ein Grundstück an der Straße „Baus Blick“ im Ortsteil Wietmarschen an das Mathiasstift verkaufen. Hier plant das „Matthiasstift“ in diesem Jahr ebenfalls ein Haus für „betreutes Wohnen“  – ich meine, in der unmittelbaren Nähe zum Altersheim eine besonders sinnvolle Planung.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir stehen am Beginn eines Jahres in dem wir unsere Gemeinde weiter positiv voranbringen wollen.

  • Wir werden mehr als 4 Millionen € in die Infrastruktur unserer  Gemeinde investieren
  • finanziert aus Zuschüssen vom Landkreis und Dritten  
  • und aus in den letzten Jahren geschaffenen Reserven
  • ohne höhere Kreditverschuldung
  • und ohne die Steuern und Abgaben zu erhöhen

Bevor ich nun zum Schluss komme, will ich noch kurz auf die Kommunalwahl am 10.9.2006 eingehen. Alle politisch Verantwortlichen haben ihr Amt nur auf Zeit – es ist daher ein wichtiger Bestandteil  unserer Demokratie, dass der Bürger immer wieder Gelegenheit erhält, Personen und Parteien zu bewerten - zu bestätigen oder
auch nicht. Die Parteien sind bereits in den Startlöchern, um diese Wahlen vorzubereiten.

Ich möchte den Appell an alle Parteien richten, in diesem vor uns liegenden Wahlkampf fair miteinander umzugehen. Niemandem sollte abgesprochen werden, dass er das Beste für unsere Gemeinde und für unseren Landkreis erreichen will.


Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte zu Beginn dieses neuen Jahres allen danken, die sich im vergangenen Jahr auf den verschiedensten Ebenen, insbesondere auch im Ehrenamt  für unsere Bürger und unsere Gemeinde eingesetzt haben. Ich danke den Kirchen, den Vereinen, unseren Unternehmen und allen Organisationen unserer Gemeinde für die vielfältige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Nur in diesem großen Verbund ist unser Gemeinwesen lebensfähig. Helfen Sie alle weiter kräftig mit, dann wird es uns gelingen, unsere liebenswerte Gemeinde positiv weiter zu gestalten.


Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 


Meine sehr verehrte Damen und Herren, es ist bei uns  seit einigen Jahren guter Brauch, anlässlich des Neujahrsempfanges der Gemeinde Bürger für besondere Leistungen zu ehren. Wir haben uns in diesem Jahr dafür entschieden, die Geschwister Julia und Marc-Christopher Hermanski für besondere Leistungen in der Musik zu ehren. Ich darf nun Julia und Marc-Cristopher zu mir nach vorne bitten.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, bei dem Landeswettbewerb des deutschen Musikrates „Jugend musiziert“ im März  2005 in Hannover, einem Wettbewerb für das instrumentale und vokale Musizieren der Jugend unter der Schirmherrschaft unseres Bundespräsidenten, hat Marc-Christopher Hermanski in der Wertung für Klavier in der Altersgruppe IV mit sehr gutem Erfolg teilgenommen und den 2. Preis zuerkannt bekommen.


Ich darf Dir, lieber Marc-Christopher, dazu auch für alle Bürger unserer Gemeinde  recht herzlich gratulieren.  In dem gleichen Wettbewerb, ebenfalls in der Wertung für Klavier hat Julia Hermanski in der Altersgruppe III mit hervorragendem Erfolg teilgenommen und den 1. Preis zuerkannt bekommen, zugleich mit der Berechtigung, auch am Bundeswettbewerb teilnehmen zu dürfen. An diesem 42. Bundeswettbewerb am 19. Mai 2005 in Erlangen hat Julia dann mit gutem Erfolg teilgenommen und einen hervorragenden 3. Platz zuerkannt bekommen. Auch Dir, liebe Julia, herzliche Glückwünsche der ganzen Gemeinde zu diesen tollen Erfolgen.


Mein Glückwünsch geht selbstverständlich auch an die Eltern, sehr geehrte Frau Hermanski und sehr geehrter Herr Hermanski – Sie können stolz sein auf Ihre Kinder !

 

Liebe Julia, lieber Marc-Christopher, ich darf Euch als kleine Anerkennung eine Urkunde und einen so genannten Flachumschlag überreichen und Euch ermuntern, macht weiter auf diesem erfolgreichen Weg. Sehr geehrte Frau Hermanski, Ihnen darf ich ein Blumegesteck überreichen.


 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir kommen damit zum Schluss meines Vortrages – aber noch nicht zum Schluss der Veranstaltung. Ich  darf ich mich bei allen bedanken, die die heutige Veranstaltung organisiert haben, insbesondere bei Frau Petra Hense, unserem neuen Hausmeister Herrn Jürgen Hütten, der heute zum ersten Male diesen Neujahrsempfang mit unterstützt hat und all den weiteren Damen, die hier mithelfen.

Mein besonderer Dank gilt auch nochmals für die musikalische Begleitung bei unserer heutigen Veranstaltung Julia und Marc-Christopher Hermanski. Ihnen meine sehr verehrten Damen und Herren  - Ihnen allen danke ich recht herzlich für Ihren Besuch.


Wir hören nun zunächst noch einen weiteren musikalischen Beitrag  – und zwar von Mark-Christopher Hermanski  mit dem Stück „Morcaux de Fantaisie, Opus 3, Nr. 1, von Sergey Rachmaninov. Marc-Christopher will Ihnen meine sehr verehrten Damen und Herren mit diesem Beitrag für das vor uns liegende Jahr 2006 etwas Aufbruchstimmung vermitteln, die wir in der heutigen Zeit oft so sehr vermissen. Danach lade ich Sie alle ein zu einem kleinen Umtrunk und zu guten Gesprächen miteinander.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


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