Dezentrale Lüftungsgeräte für Sünte-Marien-Schule Wietmarschen

Rathaus & Politik

Als erste Grafschafter Kommune hat die Gemeinde Wietmarschen einer ihrer Grundschulen mit Lüftungsanlagen ausstatten lassen.

In allen Klassenräumen der Sünte-Marien Grundschule in Wietmarschen wurden in kürzester Zeit dezentrale Lüftungsgeräte vom Lingener Klimaspezialisten Kampmann installiert. Geschäftsführer Hendrik Kampmann betont: „Wir freuen uns natürlich über jede Schule, die wir ausstatten dürfen. Aber die Sünte-Marien-Schule ist schon etwas Besonderes, weil sie das erste Projekt für unsere Schullüftung in unserer Heimatregion ist.“ Für die Installation waren nur geringe bauliche Maßnahmen nötig, die sich auf den jeweiligen Klassenraum beschränkten und autark von bestehenden Installationen – wie Heizung und Abwasser – ausgeführt werden konnten. So hat das Heizung und Sanitär Unternehmen Wortmann, ebenfalls aus Lingen, die Installation parallel zum laufenden Schulbetrieb vorgenommen.

Die Realisierung dieses Projektes erfolgte auf Grundlage der Bundesförderung für Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen vom Juni dieses Jahres. Bereits im Juli hatte die Gemeindeverwaltung Förderanträge für die beiden Grundschulen in der Gemeinde Wietmarschen gestellt. „Letztlich hat die Gemeinde von den 500 Millionen Euro Fördertopf knapp eine Millionen Euro für die Installation der Lüftungsgeräte erhalten“, so Clemens Borker, Ansprechpartner für Kitas und Schulen bei der Gemeinde Wietmarschen.

Vom Beginn der Arbeiten am 2. Dezember bis zum Betrieb aller 17 Geräte vergingen nur zweieinhalb Wochen. Die ersten Geräte waren sogar schon ab dem 9. Dezember im Einsatz. Hier zeigt sich die durchdachte Entwicklung des Kampmann Gerätes WZA speziell für die Nachrüstung in Bestandsschulen. Die Firma Wortmann setzte je Gerät zwei Kernbohrungen für den Zugang zur Außenluft und verband die Geräte mittels Rundrohren mit der Fassade. Dann ist nur eine Steckdose notwendig und das Gerät ist einsatzbereit. Im kommenden Jahr folgen noch die Verkleidung der Rundrohre aus ästhetischen Gründen sowie die Aufschaltung aller Geräte auf den Computer der Haustechnik zwecks Betriebsüberwachung.

Mehrere Beratungsgespräche und Besuche der Verantwortlichen aus Verwaltung und Schulen bei der Firma Kampmann führten dazu, bei der Geräteauswahl auf das Lüftungsprinzip der sogenannten Mischlüftung zu setzen. Dabei wird die frische Luft an der Raumdecke eingeführt, von wo aus sie sich mit der Raumluft vermischt und herabsinkt. Der Vorteil ist eine Lüftung, bei der keine Zuglufterscheinungen auftreten. Ebenfalls besonders an dem Gerät der Firma Kampmann ist die verbaute Technik zur Wärme- und Feuchterückgewinnung. Zum einen arbeitet der sogenannte Enthalpie-Tauscher leiser als gängige Technologien auf dem Markt. Zum anderen schützt dieses Bauteil vor einer Austrocknung der Raumluft. Gerade im Winter kann trockene Luft zur Schädigung der Nasenschleimhäute der Kinder führen. “Wir freuen uns, dass diese Lüftungsanlagen nicht nur die Frischluftzufuhr, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden der Kinder fördern.“, so Bauamtsleiter Jörg Peters.

Die Geräte sind technisch auf dem neusten Stand, da Kampmann sie neuentwickelt hat und erst vor wenigen Monaten auf den Markt brachte. „Die Lüftungsanlage reguliert die Lüftung von ganz alleine, da sie den CO2 Gehalt im Klassenraum misst und sich bei Bedarf automatisch einschaltet. So gewährleisten wir, dass immer genügend frische Luft für unsere Schülerinnen und Schüler zugeführt wird. Denn genau das ist wichtig, um sich im Unterricht gut konzentrieren zu können“, ergänzt Bürgermeister Manfred Wellen.

Auch Schulleiter Timothy Hansmann freut sich über die Installation der Lüftungsgeräte “Nach anfänglicher Skepsis im Kollegium sind wir froh über unsere Lüftungsanlagen. Sie stören nicht, sind leise und dennoch merken wir die frische Luft in den Räumen. Die Kinder freuen sich, endlich ihre dicken Jacken draußen an der Garderobe lassen zu können.“

In der Grundschule Lohne wurde bereits im 1. Bauabschnitt in 2019 eine zentrale raumlufttechnische Anlage installiert. Diese Anlage kann somit zentral geschaltet und bedient werden und entspricht im Neubau dem aktuellen Stand der Technik. Für den anstehenden 2. Bauabschnitt wurde eine Förderung der Erweiterung dieser zentralen raumlufttechnischen Anlage beantragt und bewilligt.